Warum die Messdauer wichtig ist
Eine einmalige Momentaufnahme reicht bei vielen Geräten nicht aus, um den tatsächlichen Verbrauch realistisch einzuschätzen - besonders bei Geräten mit schwankendem Betrieb wie dem Kühlschrank, der sich je nach Außentemperatur und Türöffnungen unterschiedlich oft einschaltet.
Empfohlene Messdauer nach Gerätetyp
| Gerätetyp | Empfohlene Messdauer |
|---|---|
| Kühlschrank/Gefrierschrank | Mindestens 1 Woche (wechselnde Außentemperatur) |
| Waschmaschine/Trockner | 3-5 typische Waschgänge |
| Fernseher/Unterhaltungselektronik | Einige Tage inkl. Standby-Zeiten |
| Durchlauferhitzer/Heizgeräte | Mehrere Nutzungen über eine Woche |
| Ladegeräte/Netzteile | 24 Stunden reichen meist aus |
Standby-Verbrauch nicht vergessen
Viele Geräte verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand (Standby) Strom. Wer den realistischen Jahresverbrauch eines Geräts abschätzen möchte, sollte die Messung über einen Zeitraum durchführen, der sowohl Betriebs- als auch Standby-Phasen abdeckt - siehe auch Standby-Stromverbrauch beim Fernseher.
Praxistipp: Datenlogger nutzen
Für Messungen über mehrere Tage oder Wochen lohnt sich ein Gerät mit Datenspeicher, das die Werte durchgehend aufzeichnet - so müssen Sie nicht manuell mehrfach täglich ablesen. Mehr dazu im Artikel Multimeter Datenlogger.
Themenbereich Verbrauch messen: Steckdosen-Messgeräte auswählen, richtig messen und Strom sparen.
Zum ThemenbereichHäufig gestellte Fragen
Reicht eine einmalige Messung für eine grobe Einschätzung?
Für eine erste Tendenz ja, für eine verlässliche Hochrechnung auf den Jahresverbrauch empfiehlt sich aber eine längere Messung über mehrere Nutzungszyklen.
Verändert sich der Verbrauch je nach Jahreszeit?
Bei manchen Geräten ja - ein Kühlschrank verbraucht im Sommer meist mehr als im Winter, da er öfter kühlen muss.