Die grundlegenden Unterschiede
Ein klassisches Multimeter muss für die Strommessung in Reihe in den Stromkreis eingeschleift werden - der Kreis wird also kurzzeitig aufgetrennt. Eine Stromzange misst dagegen berührungslos: Sie wird einfach um das stromführende Kabel gelegt, ohne den Stromkreis zu unterbrechen.
Wann eignet sich ein Multimeter besser?
- Wenn neben Strom auch Spannung oder Widerstand gemessen werden soll
- Bei kleinen Strömen (mA-Bereich), z. B. in der Elektronikentwicklung
- Für Durchgangsprüfung und Diodentest
- Wenn Platz für eine Reihenschaltung vorhanden ist
Wann eignet sich eine Stromzange besser?
- Bei höheren Strömen, wo eine Reihenschaltung unpraktisch wäre
- Wenn der Stromkreis nicht unterbrochen werden soll oder darf
- Für schnelle Messungen an bereits verlegten Kabeln
- Im professionellen Elektrobereich zur Fehlersuche unter Last
Die dritte Option: Stromzangen-Multimeter
Viele Hersteller bieten inzwischen Kombigeräte an, die eine Zangenöffnung mit den klassischen Multimeter-Funktionen vereinen - etwa die Benning CM 1-2. Diese Geräte bieten die Flexibilität eines Multimeters bei gleichzeitiger Zangenmessung und sind für die meisten Alltagsanwendungen die praktischste Wahl.
Themenbereich Stromzangen: Strom berührungslos messen: Technik, Anwendung und Geräte.
Zum ThemenbereichHäufig gestellte Fragen
Brauche ich beide Geräte, Multimeter und Stromzange?
Für die meisten Hobby- und Haushaltsanwendungen reicht ein Kombigerät (Stromzangen-Multimeter). Im professionellen Bereich lohnen sich oft beide Geräte für unterschiedliche Einsatzzwecke.
Welches Gerät ist präziser?
Bei kleinen Strömen ist ein klassisches Multimeter meist etwas präziser, da die Reihenschaltung direkter misst. Bei höheren Strömen gleichen moderne Stromzangen diesen Unterschied weitgehend aus.