Was Sie als Laie problemlos selbst tun dürfen
Die Nutzung eines Steckdosen-Strommessgeräts ist für jeden gefahrlos und ohne besondere Qualifikation erlaubt - das Gerät wird einfach zwischen Steckdose und Verbraucher gesteckt, ganz ohne Eingriff in die feste Elektroinstallation.
Wo die rechtliche und sicherheitstechnische Grenze liegt
Eingriffe in den Sicherungskasten selbst - etwa das Anklemmen eines Hutschienen-Messgeräts, der Austausch von Sicherungen gegen andere Typen oder Arbeiten an offenen Leitungen - sind in Deutschland gesetzlich Elektrofachkräften vorbehalten. Grundlage dafür sind unter anderem die Vorschriften der Berufsgenossenschaften (DGUV) und die VDE-Normen zur Elektroinstallation.
Warum diese Grenze sinnvoll ist
Der Sicherungskasten führt die volle Netzspannung ungeschützt - Fehler können zu Stromschlägen, Kurzschlüssen oder Bränden führen. Zudem erlischt bei unsachgemäßen Eingriffen durch Laien häufig der Versicherungsschutz im Schadensfall.
Was tun bei Interesse an detaillierteren Messungen?
Wer den Gesamtverbrauch eines Stromkreises oder spezielle OBIS-Werte direkt am Zähler auswerten möchte, sollte dies über die reguläre Anzeige des (digitalen) Stromzählers tun - siehe A+ und A- am Stromzähler - oder eine Elektrofachkraft für die Installation eines zusätzlichen Hutschienenzählers beauftragen.
Themenbereich Stromzähler: Zählerstand, OBIS-Codes, Zweirichtungszähler und Smart Meter verstehen.
Zum ThemenbereichHäufig gestellte Fragen
Darf ich meinen Sicherungskasten öffnen, um nur hineinzuschauen?
Das bloße Öffnen der Abdeckung ist unproblematisch - gefährlich und unzulässig wird es erst bei Eingriffen in die stromführenden Teile selbst.
Kann ich einen Hutschienenzähler selbst einbauen?
Nein, der Einbau am Sicherungskasten erfordert eine Elektrofachkraft - sowohl aus Sicherheits- als auch aus Versicherungsgründen.