Was ist Drehstrom?
Drehstrom, auch Dreiphasenwechselstrom genannt, besteht aus drei Wechselstromphasen (L1, L2, L3), die jeweils um 120° phasenverschoben zueinander angeordnet sind. Diese Anordnung sorgt für eine gleichmäßigere Leistungsübertragung als bei einphasigem Wechselstrom und wird deshalb in vielen Bereichen bevorzugt eingesetzt.
Wo kommt Drehstrom zum Einsatz?
- Elektroherde und Backöfen mit hoher Leistungsaufnahme
- Wallboxen zum Laden von Elektroautos
- Durchlauferhitzer
- Industriemotoren und -anlagen
- Werkstattmaschinen (z. B. Kreissägen, Kompressoren)
Warum braucht Drehstrom spezielle Messgeräte?
Da bei Drehstrom drei Phasen gleichzeitig Energie führen, reicht ein einfacher einphasiger Steckdosen-Zähler nicht aus. Für die korrekte Verbrauchsmessung braucht es entweder einen dreiphasigen Drehstromzähler für die Hutschiene oder ein mobiles CEE-Messgerät mit entsprechendem Stecker (meist roter CEE-Stecker, 16A oder 32A).
Mobile Drehstromzähler für Camping und Veranstaltungen
Besonders auf Campingplätzen, Baustellen oder bei Veranstaltungen kommen mobile CEE-Drehstromzähler zum Einsatz, die zwischen Stromverteiler und Verbraucher gesteckt werden. MID-geeichte Modelle sind zudem für die rechtssichere Abrechnung gegenüber Dritten zugelassen.
Themenbereich Stromzähler: Zählerstand, OBIS-Codes, Zweirichtungszähler und Smart Meter verstehen.
Zum ThemenbereichHäufig gestellte Fragen
Kann ich Drehstrom mit einem normalen Steckdosen-Zähler messen?
Nein, normale Zwischenstecker-Zähler sind für einphasigen Wechselstrom ausgelegt. Für Drehstrom braucht es einen dreiphasigen Zähler mit entsprechendem CEE-Anschluss.
Woran erkenne ich eine Drehstrom-Steckdose?
Drehstrom-Steckdosen (CEE-Steckdosen) sind meist rot und rund, mit mehr Kontaktstiften als eine normale Schuko-Steckdose - typisch für 16A- oder 32A-Anschlüsse.